Einfache und schnelle Inbetriebnahme

Über IO-Link sind mehr Einstellungen möglich als beim sogenannten Teachen am Sensor wie beispielsweise das freie Wählen von Schaltpunkten, einstellbare Messbereiche, Filterfunktionen und vieles mehr. Damit lassen sich Sensoren zuverlässig auf die verschiedenen Applikationen konfigurieren. Durch Bedienoberflächen auf PC oder Mobilgeräten sind die Parameter benutzerfreundlich und ortsunabhängig einstellbar. Zusätzlichen Mehrwert bietet die automatische Parameterübernahme, die sicherstellt, dass der IO-Link Master die Einstellungen bei Sensortausch an den neuen Baumer Sensor übertragen kann. Zudem ermöglicht die einfache und automatische Parametrierung bei Format- oder Rezeptwechsel während laufendem Produktionsbetrieb maximale Flexibilität bei höchster Maschinenauslastung.

Dual Channel – Vorteile digitaler und analoger Schnittstelle gleichzeitig nutzen

Der IO-Link-Standard definiert mit dem SIO-Mode (Standard In-Out-Mode) einen konventionellen Betriebsmodus für schaltende Sensoren. Eine analoge Steuerung ist aber bei Standard-IO-Link-Sensoren nicht möglich. Über Dual Channel wird diese Thematik adressiert – Sensoren können somit sowohl analog, digital oder über beide Kanäle gleichzeitig betrieben werden.
 

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Dank Dual Channel mit analogem Ausgang kann der Sensor sowohl in klassischen Steuerungsarchitekturen, wie auch über eine digitale Schnittstelle betrieben werden. Das heißt die Sensoren verfügen über einen 4 … 20 mA Analogausgang und eine digitale IO-Link Schnittstelle. Somit können beispielsweise bei der Inbetriebnahme des Sensors die Vorteile von IO-Link genutzt werden, welche die Parametrierung wesentlich erleichtern, trotzdem kann der Sensor über den 4 … 20 mA Analogausgang den Prozess steuern. Das bedeutet selbst wenn die Steuerung noch nicht auf IO-Link umgestellt wurde, können somit die Vorteile von IO-Link genutzt werden. Zudem besteht die Möglichkeit beide Kanäle gleichzeitig zu nutzen. Dies gewährleistet maximale Flexibilität für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche der Prozessautomation.

Mehrwert durch digitale Sensordaten

Daten sind die wichtigste Grundlage zur Prozess- und Produktoptimierung. Dank digitaler IO-Link-Schnittstelle können wertvolle Zusatzdaten zugänglich gemacht werden. Basis dafür sind jedoch Sensoren mit herausragenden Primärfunktionen. Nur wenn Sensoren zuverlässige und präzise Prozesswerte liefern um Anlagen effektiver zu steuern und zu überwachen, stellen Zusatzdaten einen echten Mehrwert dar.

Dank IO-Link können Sensoren über diese Primärfunktion hinaus weitere Sekundärdaten wie Prozess- oder Diagnosedaten an die Steuerung kommunizieren oder gar speichern, um diese bei Bedarf abzurufen. Dies können unter anderem Informationen zum Zustand des Sensors wie die Sensortemperatur sein. Zudem kann ein Sensor dank IO-Link mehrere physikalische Messwerte liefern. So können beim Drucksensor PP20H neben Informationen zum Druck z.B. auch Temperaturwerte ausgelesen werden und der Leitfähigkeitssensor CombiLyz AFI gibt zusätzlich zur Leitfähigkeit der Medien auch Aufschluss über deren Konzentrationswerte. Dies ermöglicht die Optimierung der Prozesse und die Vermeidung aufwendiger Wartungen. Dank digitaler Datenübertragung können die Daten darüber hinaus ohne Übertragungsverluste an die Steuerung kommuniziert werden, da keine Analogumwandlung mehr nötig ist.

Effizientere Prozesse dank direkter Kombination von Sensordaten
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Sensoren können per IO-Link bidirektional über die Steuerung miteinander kommunizieren. Somit können die Messwerte eines Sensors in anderen Sensoren genutzt werden, um komplexe Messaufgaben zu lösen oder Prozesse und Produktionsabläufe zu optimieren. Dabei können sowohl Prozess- als auch Zusatzdaten für andere Sensoren zugänglich gemacht werden. Im Falle des Leitfähigkeitssensors CombiLyz AFI kann beispielweise durch die Übertragung der Messwerte eines Temperatursensors die Ansprechzeit der Temperaturkompensation verkürzt oder auch vollständig umgangen werden. Dies ermöglicht unter anderem bei der Phasentrennung eine schnellere Medienerkennung wodurch Wasser und Reinigungsmedien eingespart werden können.

Auch bei der Füllstandsmessung in geschlossenen Tanks kann durch die Kombination der Messwerte zweier Drucksensoren der Füllstand direkt angezeigt werden. So können die Messwerte des Drucksensors zur Kopfdruckmessung an den Drucksensor am Tankboden übermittelt werden. An Hand der Differenz kann der Füllstand ermittelt und über das DFON-Display dargestellt werden. Damit kann auch ein Differenzdruckmesssystem für Füllstandsmessung mittels IO-Link Sensoren aufgebaut werden.

Bei der kontinuierlichen Füllstandsmessung mit hydrostatischem Druck ist zu beachten, dass sich über die Zeit die Sensorsignale leicht verschieben. Da diese Verschiebungen des Sensorsignals die Füllstandsmessung verfälschen, sollte der Sensor regelmässig bei Leerstand tariert werden. Der Füllstandsschalter CleverLevel ermöglicht einerseits die zuverlässige Detektion des Leerstandes, anderseits lässt sich in Verbindung mit dem hydrostatischen Drucksensor PP20H dank IO-Link bei jedem Leerstand eine automatische Tarierung implementieren. Unsicherheiten bei der hydrostatischen Füllstandsmessung gehören somit der Vergangenheit an.

IO-Link-Glossar

Nähere Beschreibungen der einzelnen IO-Link-Funktionen und Begriffsbestimmungen finden Sie hier.

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